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Versicherungsbeiträge einer GmbH gegen Betriebsunterbrechung als Betriebsausgaben

 

10.09.2013

Die Beiträge einer GmbH für eine Versicherung gegen die Folgen einer Betriebsunterbrechung sind in vollem Umfang Betriebsausgaben und stellen keine verdeckte Gewinnausschüttung (vGA) dar. Voraussetzung ist aber, dass die Versicherungsleistung der GmbH zukommt.

Nach dem Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichtes kommt bei einer GmbH eine Aufteilung der Beiträge nach dem versicherten Risiko nicht in Betracht. Anders ist dies bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen, die eine Betriebsunterbrechungsversicherung abschließen. Hier differenziert der BFH nach dem Risiko, d. h. nach dem Grund für die Betriebsunterbrechung:

1. Soweit das Risiko einer Betriebsunterbrechung aufgrund Krankheit, Tod oder Erwerbsunfähigkeit abgesichert wird, ist der Beitrag nicht abziehbar, weil das versicherte Risiko (Gesundheit) dem Privatbereich des Gesellschafters bzw. Unternehmers zuzurechnen ist. Eine spätere Versicherungsleistung ist insoweit aber auch nicht als Betriebseinnahme zu erfassen.

2. Soweit hingegen das Risiko einer Betriebsunterbrechung aufgrund Einbruch, Diebstahl, Naturkatastrophen oder Quarantäne abgesichert wird, ist der Beitrag abziehbar und dafür eine spätere Versicherungsleistung als Betriebseinnahme zu versteuern.