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Mehr Rechte für Haustier-Besitzer

 

07.09.2013

Tierfreunde können sich freuen. Der BGH hat in einem Urteil ein generelles Tierhaltungsverbot in Mietwohnungen aufgehoben. Künftig dürfen Vermieter die Haltung von Hunden und Katzen nicht mehr generell verbieten. Entsprechende Klauseln im Mietvertrag stellen eine unangemessene Benachteiligung der Mieter dar, entschied der Bundesgerichtshof (BGH). Das heißt in der Praxis: Selbst wer einen Mietvertrag mit entsprechender Klausel unterschrieben hat, muss nicht mehr automatisch auf ein Haustier verzichten.

Die Unwirksamkeit des Verbots führt allerdings nicht dazu, „dass der Mieter Hunde oder Katzen ohne jegliche Rücksicht auf andere halten kann“, stellten die Richter fest. Erforderlich sei deshalb, dass eine „umfassende Abwägung der im Einzelfall konkret betroffenen Belange und Interessen der Mietvertragsparteien, der anderen Hausbewohner und der Nachbarn erfolge“.

Das bedeutet: Einen Hund, der ständig laut bellt oder eine Katze, die mit Vorliebe Nachbars Wohnungstür zerkratzt, muss auch in Zukunft weder der Vermieter noch ein anderer Mieter im Haus dulden. Und wenn der Nachbar unter einer massiven Tierhaar-Allergie leidet, kann das ebenfalls ein Grund sein, Tiere zu verbieten. Andererseits ist es dank des neuen Urteils möglich, einen kleinen Hund zu halten, wenn er niemanden im Haus stört.