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Rechnung ist nicht gleich Rechnung / Gutschrift vs. Korrekturbeleg

 

03.09.2013

Aufgrund Änderungen des UStG durch das Amtshilferichtlinien-Umsetzungsgesetz ist der zwingend der Begriff "Gutschrift" in der Rechnung anzugeben, wenn der Leistungsempfänger über die erhaltene Leistung abrechnet.

Die Verwendung des englischen Begriffs „self-billed invoice” anstelle der deutschen Angabe „Gutschrift” dürfte für den Vorsteuerabzug des die Gutschrift ausstellenden Unternehmers unschädlich sein. Ob auch andere Begriffe in diesem Kontext, die die MwStSystRL nicht kennt, wie z. B. „credit note” oder „Eigenfaktura”, verwendet werden dürfen, ist eher unwahrscheinlich.

Viel wichtiger ist jedoch, dass zukünftig bei einer sog. kaufmännischen Gutschrift, also z. B. bei der Abrechnung über einen Erstattungsbetrag aus einem vorangegangenen Umsatz, auf dem entsprechenden Dokument nicht mehr der Begriff „Gutschrift”, sondern ggf. ein anderer Begriff (z. B. „Korrekturbeleg”) verwendet wird, weil das Dokument ansonsten ggf. als Rechnung angesehen werden könnte und der Empfänger die Umsatzsteuer schulden würde. Eine Umstellung der entsprechenden Unterlagen ist daher dringend anzuraten.