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Werbungskostenabzug bei Ausbildung einer Stewardess zur Pilotin - Gestaltung beachten!

 

27.08.2013

Weder die erstmalige Berufsausbildung i.S. des § 12 Nr. 5 EStG noch die i.S. des § 9 Abs. 6 EStG setzen ein Berufsausbildungsverhältnis nach dem Berufsbildungsgesetz oder eine bestimmte Ausbildungsdauer voraus (BFH, Urteil v. 28.2.2013).

In § 12 Nr. 5 i.V.m. §§ 4 Abs. 9, 9 Abs. 6 EStG wird ausgeführt, dass Aufwendungen des Steuerpflichtigen für seine erstmalige Berufsausbildung oder für sein Erststudium keine Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten sind, wenn die Berufsausbildung bzw. das Studium nicht im Rahmen eines Dienstverhältnisses stattfinden.

Nach der inzwischen gefestigten Rechtsprechung trifft das Abzugsverbot für Erstausbildungskosten jegliche Form der Berufsausbildung, ungeachtet der Ausbildungsdauer oder des Bestehens formeller Ausbildungsvorschriften. Kurz gesagt ist damit jede Ausbildung erfasst, die dazu befähigt, einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachzugehen. Damit drängt sich ohne weiteres das Gestaltungsmodell auf, der kostspieligen, eigentlichen Berufsausbildung eine einfachere und kostengünstigere Ausbildung vorzuschalten, die zudem noch zu Befähigungen für den weiteren Berufsweg führt: Die medizinisch technische Assistentin bildet sich später zur Ärztin aus, oder die Stewardess -wie im Streitfall - wird Pilotin. Good to know für die berufliche Planung.