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Einheitlicher Erwerbsgegenstand im Grunderwerbsteuerrecht - Bauträger aufgepasst!

 

23.11.2016

Die Verpflichtung des Erwerbers, das im Zeitpunkt des Erwerbs noch unbebaute Grundstück alsbald nach den gestalterischen Vorgaben der Veräußererseite zu bebauen, reicht nach dem BFH-Urteil vom 6. 7. 2016 für sich allein nicht aus um anzunehmen, dass der Erwerber das Grundstück im bebauten Zustand erwirbt. Hinzukommen muss, dass das vom Erwerber mit der Bebauung beauftragte Bauunternehmen in diesem Zeitpunkt zur Veräußererseite gehörte.

Im vorliegenden Fall war die Bauverpflichtung ausdrücklich von beiden Erwerber in dem Kaufvertrag übernommen. Damit fehlte entsprechend der bisherigen Rechtsprechung ein entscheidendes Merkmal des einheitlichen Vertragswerks.