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Ein Sturz beim Holen der Geschäftspost ist ein Arbeitsunfall - Damit besteht Versicherungsschutz!

 

21.06.2013

Der Sturz eines Unternehmers beim Holen der Geschäftspost im Treppenhaus eines als privat und geschäftlich genutzten Gebäudes ist als Arbeitsunfall anzuerkennen (SG Heilbronn, Urteil v. 17.5.2013, nicht rechtskräftig).

Die Anerkennung als Arbeitsunfall hat weitreichende Folgen: So hat die zuständige Berufsgenossenschaft dem Betroffenen unter bestimmten Voraussetzungen u.a. Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (z.B. eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme oder eine Umschulung) zu erbringen, Verletzten-/Übergangsgeld oder eine Verletztenrente zu zahlen. Arbeitsunfälle sind Unfälle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz (…) begründenden Tätigkeit (§ 8 SGB VII).

Hierzu führte das Sozialgericht weiter aus:

Die Treppe ist der einzige Zugang zu den Büroräumen im OG gewesen und demnach mehrmals täglich nicht nur vom Kläger, sondern auch von Angestellten und Geschäftskunden genutzt worden.

Da der Kläger zum Unfallzeitpunkt die Geschäftspost zu seinem Büro bringen wollte, um sie dort zu sichten und weiterbearbeiten zu lassen, hat er die Treppe auch aus betrieblichen Gründen genutzt.

Aus diesem Grund greift der betriebliche Versicherungsschutz.