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Änderungen beim Krankengeld ab 1.1.2016

 

04.12.2015

Sobald die durchgängige Dauer der Arbeitsunfähigkeit mehr als sechs Wochen beträgt oder der Arzt – z. B. wegen anrechenbarer Vorerkrankungszeiten oder Arbeitsunfähigkeit in den ersten vier Wochen eines Arbeitsverhältnisses – über das Vorliegen eines sonstigen Krankengeldfalls Kenntnis erlangt, ist in jeder (weiteren) Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung das neue Kästchen „Ab 7. AU-Woche oder sonstiger Krankengeldfall“ zusätzlich anzukreuzen.

Dieses neue Ankreuzfeld wird in der Praxis besonders in den Fällen Bedeutung erlangen, in denen sich der Beginn einer (neuen) Arbeitsunfähigkeit (mit neuer Diagnose) nahtlos, d. h. ohne dass die Arbeit zwischenzeitlich wieder aufgenommen wurde, an das Ende einer vorherigen Arbeitsunfähigkeit anschließt. Es dürfte somit maßgeblich dazu beitragen, Konfliktpotenzial zu entschärfen, wenn es um die Frage geht, ob eine Erkrankung zu einer schon bestehenden Erkrankung lediglich hinzugetreten ist oder ob eine eigenständige neue Arbeitsunfähigkeit vorliegt: In der ersten Variante verlängert sich der Sechswochenanspruchszeitraum bekanntlich nicht, im zweiten Fall entsteht ein gänzlich neuer Anspruch auf Entgeltfortzahlung für die Dauer von sechs Wochen.