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Korrektur bei schlichtem „Vergessen“

 

11.11.2015

Der BFH hat im Urteil vom 10.02.2015 entschieden, dass das schlichte Vergessen des Übertrags selbst ermittelter Besteuerungsgrundlagen in die entsprechende Anlage einer elektronischen Einkommensteuererklärung nicht grundsätzlich als „grob fahrlässig“ anzusehen ist. Somit ist eine Änderung möglich, auch wenn ein Antrag erst nach Bestandskraft der Steuerveranlagung gestellt wird.

Aus dieser Entscheidung ergibt sich erfreulicher Weise, dass die Finanzbehörde die Feststellungslast für eine grobe Fahrlässigkeit trifft und danach ein schlichtes Behaupten der groben Fahrlässigkeit nicht ausreicht. Gerade bei der Komplexität von elektronischen Steuererklärungen kommen solche Fehler häufiger vor.