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Keine fristlose Kündigung bei Mitnahme von zur Entsorgung vorgesehenem Material

 

25.09.2015

Begeht ein Arbeitnehmer bei oder im Zusammenhang mit seiner Arbeit rechtswidrige und vorsätzliche Handlungen unmittelbar gegen das Vermögen seines Arbeitgebers, verletzt er damit zugleich in schwerwiegender Weise seine schuldrechtliche Pflicht zur Rücksichtnahme und missbraucht das in ihn gesetzte Vertrauen.

Ein solches Verhalten kann auch dann einen wichtigen Grund darstellen, wenn die rechtswidrige Handlung Sachen von nur geringem Wert betrifft oder nur zu einem geringfügigen, möglicherweise auch zu keinem Schaden geführt hat. Dies gilt ebenso für Sachen, die der Arbeitgeber zur Entsorgung vorgesehen hat. In diesem Fall (hier: Mitnahme einer Schaumstoffmatte aus dem Abfallcontainer) kann aber gerade bei langjähriger unbeanstandeter Betriebszugehörigkeit zunächst (nur) eine Abmahnung erforderlich sein.