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Verlust eines Arbeitnehmerdarlehens

 

04.12.2014
Der Verlust eines Arbeitnehmerdarlehens führt zu Werbungskosten aus nichtselbständiger Arbeit, wenn es dem Arbeitnehmer bei der Darlehenshingabe vorrangig um den Erhalt seines Arbeitsplatzes ging und er deshalb einen Darlehensverlust in Kauf genommen hat. Indizien hierfür sind nach dem BFH Urteil vom 10.04.2014:
Eine Bank hätte dem Arbeitgeber im Zeitpunkt der Hingabe des Arbeitnehmerdarlehens kein Darlehen mehr gewährt Fußnote ansehen .
Das Arbeitnehmerdarlehen resultiert – wie im Streitfall – aus der Umwandlung von Überstunden, und der Arbeitnehmer hätte eine Auszahlung seiner Überstunden nicht verlangen können, ohne seinen Arbeitsplatz zu gefährden.

Arbeitnehmer sollten bei Darlehenshingabe darauf achten, dass ihre Motivation (Sicherung des Arbeitsplatzes) dokumentiert wird, z. B. im Darlehensvertrag oder in einer Betriebsratsvereinbarung, wenn etwa viele Arbeitnehmer zur Darlehensgewährung zwecks Sanierung aufgefordert werden. Gerät der Arbeitgeber später in Insolvenz, wird von ihm kaum eine Aufklärung des Sachverhalts zu erwarten sein.