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Gebäudereinigungsleistungen – Risiken für Vermieter und Hausverwalter

 

28.05.2014
Grundsätzlich schuldet der leistende Unternehmer die Umsatzsteuer. Nach § 13b Abs. 2 Nr. 8 UStG geht jedoch die Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger für Gebäudereinigungsleistungen über, wenn diese an einen Unternehmer erbracht werden, der selbst entsprechende Leistungen erbringt.

Der leistende Unternehmer ist dazu verpflichtet, nachzuweisen, dass die Voraussetzungen der Steuerschuldumkehr vorliegen. Zu diesem Zweck hat die Finanzverwaltung das Formular USt 1 TG entwickelt. Legt der Leistungsempfänger dem leistenden Unternehmer ein entsprechendes gültiges Formular vor, kann Letzterer davon ausgehen, dass der Leistungsempfänger die empfangene Gebäudereinigungsleistung für eine entsprechende Ausgangsleistung verwendet.

Dem Formular USt 1 TG kommt damit eine gesteigerte Bedeutung zu. Zudem wendet die Finanzverwaltung bei Gebäudereinigungsleistungen auch weiterhin die Vereinfachungsregelung an, wonach sie es nicht beanstandet, wenn § 13b UStG im Einvernehmen der Leistungspartner angenommen und zutreffend versteuert wurde, auch wenn die Voraussetzungen hierfür tatsächlich nicht vorlagen.