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Mangelhafte Beratung vs. leichtsinniges Verhalten des Anlegers oder: anlegerfreundliche BGH-Rechtsprechung

 

23.11.2015

Ignoratia legis non excusat – Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Oder etwa doch? Dieser Rechtsgrundsatz aus dem römischen Recht gilt. Allerdings schränkt der BGH mit Urteil vom 19. 2. 2015 mit seiner überaus anlegerfreundlichen Entscheidung diesen Grundsatz ein. Denn danach soll sich sogar ein leichtsinniger Anleger auf den Rat des Vermittlers und Finanzexperten verlassen können und muss diesen Rat grds. nicht nachprüfen, da er den Finanzexperten sonst nicht hätte in Anspruch nehmen müssen. Dem Anleger steht nach Auffassung des BGH daher im Falle einer Falschberatung selbst bei leichtsinnigem Verhalten ein der Höhe nach ungeschmälerter Schadensersatzanspruch zu.