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Indizien für Scheinrechnungen - Prüfungspflicht

 

22.08.2014
Nach dem FG Hamburg vom 19.02.2014 kann die Vorsteuer aus Lieferrechnungen nicht geltend gemacht werden, wenn die Lieferungen nicht von dem Rechnungsaussteller erbracht wurden. Für sogenannte Scheinrechnungen sprechen folgende Indizien:

Die von den Lieferanten vorgelegten „Steuerlichen Unbedenklichkeitsbescheinigungen“ und „Gewerbeanmeldungen“ enthalten offensichtliche und zahlreiche Rechtschreibfehler, die gegen die Echtheit der Dokumente sprechen. Worte wie „Überweißungen“ oder „Hadelsbriefe“ müssen den Unternehmer misstrauisch machen. Hier gilt also die gleiche Sorgfalt wie bei betrügerischen E-Mails, die angeblich von Behörden stammen und ebenfalls zahlreiche Rechtschreibfehler aufweisen.

Die Rechnungsbeträge in sechsstelliger Höhe sollen bar bezahlt werden.

Die „Lieferanten“ hatten erst kurz vorher ihr Gewerbe gegründet und verfügten aber nicht über den Fuhrpark, um die angeblichen Schrottlieferungen zu erbringen. Einer der „Lieferanten“ hatte noch nicht einmal einen Führerschein.

Schließlich erschienen die „Lieferanten“ immer in Begleitung eines Generalbevollmächtigten.

Folge kann ein Haftungsbescheid in Höhe der geltende gemachten Vorsteuer aus den genannten Rechnungen. Das kann fatal sein!