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Eilnachricht - BFH hält Abzugsverbot für Berufsausbildungskosten für verfassungswidrig

 

24.11.2014
Der VI. BFH-Senat hält das Abzugsverbot für Kosten der erstmaligen Berufsausbildung bzw. des Erststudiums gemäß § 9 Abs. 6 EStG für verfassungswidrig und hat das Bundesverfassungs-gericht (BVerfG) angerufen. Dieses muss nun entscheiden, ob derartige Aufwendungen als vorweggenommene Werbungskosten oder vorweggenommene Betriebsausgaben absetzbar sind.

Bis zu einer Entscheidung des BVerfG werden voraussichtlich mehrere Jahre vergehen. Bis dahin wird es nun erforderlich sein, Kosten der erstmaligen Berufsausbildung als vorweggenommene Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben geltend zu machen und den Steuerbescheid durch Einspruch offen zu halten.

Zu prüfen ist auch, ob man für vergangene VZ, für die mangels Einkünften keine Steuererklärungen abgegeben wurden, nun Steuererklärungen abgibt und entsprechende Aufwendungen geltend macht. Bei einem Erfolg der Vorlagebeschlüsse müsste das FA in Höhe dieser Aufwendungen Verlustfeststellungsbescheide erlassen. Diese Verluste könnten dann mit den künftigen Einkünften, die nach Abschluss der Ausbildung oder des Studiums erzielt werden, verrechnet werden und so die Steuerlast mindern. Dies kann sich lohnen, vor allem wenn erhebliche Ausbildungskosten anfallen, z.B. bei Piloten, etc.