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Anzeige und Nachweis der Arbeitsunfähigkeit

 

03.12.2015

Was im Volksmund „Krankmeldung“ oder „gelber Schein“ genannt wird, trägt offiziell den Namen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und dient im Verhältnis zum Arbeitgeber als Nachweis für den Entgeltfortzahlungsanspruch und gegenüber der Krankenkasse als Basis u. a. für den Anspruch auf Krankengeld. Zum 1. 1. 2016 wird der Vordruck „Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung“ inhaltlich verändert.

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. D.h. die Arbeitsunfähigkeit ist am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit, und zwar noch vor Beginn der Arbeitsschicht oder doch zumindest in den ersten Betriebsstunden beim Arbeitgeber anzuzeigen.

Die fehlende oder verspätete Anzeige der Arbeitsunfähigkeit stellt eine Verletzung einer arbeitsvertraglichen Nebenpflicht dar. Erleidet der Arbeitgeber dadurch einen Schaden, kommt u. U. eine Schadensersatzpflicht in Betracht. Darüber hinaus droht eine Abmahnung und im Einzelfall – bei wiederholter Verletzung der Anzeige- und Nachweispflicht – sogar eine Kündigung (vgl. insoweit BAG, Urteil vom 31. 8. 1989).