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Anspruch auf Abgeltung des bezahlten Jahresurlaubs ist vererblich

 

19.09.2014
Im Streitfall hatte die Witwe eines Arbeitnehmers, der krankheitsbedingt bis zu seinem Tod 140,5 Tage offenen Jahresurlaub angesammelt hatte, von dem Arbeitgeber ihres Ehemanns eine Abgeltung für den nicht genommenen Urlaub verlangt. Der EuGH betont in seinem Urteil vom 12.06.2014, dass der Begriff des bezahlten Jahresurlaubs bedeutet, dass für die Dauer des Jahresurlaubs das Entgelt des Arbeitnehmers fortzuzahlen ist. Ein finanzieller Ausgleich im Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch den Tod des Arbeitnehmers stelle die praktische Wirksamkeit des Urlaubsanspruchs sicher. Der unwägbare Eintritt des Todes des Arbeitnehmers dürfe nicht rückwirkend zum vollständigen Verlust des Anspruchs auf bezahlten Jahresurlaub führen.