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Abzug für Ausgleichszahlungen zur Vermeidung des Versorgungsausgleichs - Scheiden tut weh -

 

02.03.2015

Mit § 10 Abs. 1a Nr. 3 EStG wird ein neuer Abzugstatbestand für Ausgleichszahlungen zur Vermeidung des Versorgungsausgleichs nach einer Ehescheidung bzw. der Auflösung einer Lebenspartner-schaft eingeführt. Der neue Abzugstatbestand bezieht sich auf Zahlungen nach § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 VersAusglG und § 1408 Abs. 2, § 1587 BGB. Danach hat die ausgleichspflichtige Person die Möglichkeit, zur Vermeidung der Durchführung eines Versorgungsausgleichs, Ausgleichszahlungen an den Versorgungsberechtigten zu leisten bzw. zu vereinbaren.

Die entsprechenden Zahlungen können nunmehr steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Die Berücksichtigung erfolgt auf Antrag des Ausgleichsverpflichteten mit Zustimmung des Ausgleichsberechtigten. Dies ermöglicht den Verfahrensbeteiligten genau zu bestimmen, in welchem Umfang ein Abzug und die damit einhergehende Besteuerung erfolgen soll.

Korrespondierend zum steuerlichen Abzug der Aufwendungen als Sonderausgaben beim Ausgleichsverpflichteten, regelt der neu gefasste § 22 Nr. 1a EStG die Versteuerung als sonstige Einkünfte beim Ausgleichsberechtigten.